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Dienstag, Februar 05, 2008

Die erste Christenverfolgung

Bereits war, wie der heidnische Geschichtsschreiber Tacitus meldet, die Christengemeinde "zu einer ungeheueren Menge" herangewachsen, als Kaiser Nero, der dem Claudius auf dem Throne folgte, die Christen zu verfolgen begann.
Dieser Kaiser, ein Scheusal der Menschheit, der seine eigene Mutter ermorden, seinen Lehrer töten ließ, und in viehischer Wollust und allen erdenkbaren Lastern sein Leben zubrachte, verfiel im Jahre 64 auf den wahnsinnigen Gedanken, die Stadt Rom anzuzünden. Die unerhörte Feuersbrunst verzehrte 3 Stadtteile gänzlich, sieben wurden gräßlich verwüstet und nur 4 blieben unbeschädigt. Sechs Tage und sieben Nächte währte der Brand. Vom Palaste des Mecänas aus schaute der grausame Tyrann dem Feuer zu und besang beim Klange der Laute den Untergang Trojas. Er ließ zwar die niedergebrannten Stadtteile wieder prächtig aufbauen und sich selbst einen Palast von unerhörter Pracht, "goldnes Haus" genannt, mit Theatern, Gärten etc. herstellen, allein er konnte sich, bei allen Schmeicheleien gegen das Volk, doch nicht täuschen über die Gefahr, die ihm drohte, da man ihn immer offener beschuldigte, die Stadt angezündet zu haben. Um nun der Wut des erbitterten Volkes zu entgehen, schob er die Schuld des Brandes auf die Christen. Der heidnische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt hierüber: "Um das böse Gerücht von sich abzuwenden, schob Nero Andere unter als schuldig und übte die ausgesuchtesten Strafen an denjenigen, welche das Volk Christen nannte." - Diese aber waren schon lange den Heiden verhaßt, teils weil sie sich vom Götzendienste und heidnischen Festen ferne hielten, teils weil ihr tugendhaftes Leben die Ausschweifungen der Heiden verdammte.
Man fahndete nun von allen Seiten auf die Christen und hielt sie fest. Mit Ketten beladen mußten sie Spott und Hohn und alle Arten Martern über sich ergehen lassen. Man heftete die einen an's Kreuz, andere hüllte man in Tierfelle und ließ sie von Hunden zerreißen, andere bedeckte man mit in Wachs und Pech getränkte Kleider, band sie an Pfosten, die man an Straßenecken aufpflanzte und zündete sie an, damit sie während der Nacht als Fackeln dienten. Nero wählte seine Gärten zum Schauplatze dieses blutigen Greuels. - Als ein Wagenlenker verkleidet sah man ihn beim Scheine dieser schrecklichen Fackeln den Wagen lenken. -
Die noch lebenden Christen sammelten die Überreste der so grausam dahingemordeten Brüder und setzten sie in den am vatikanischen Hügel sich befindlichen Höhlen bei. Sie erweiterten nach und nach diese Höhlen und so entstand das vatikanische Cömeterium (Friedhof), welches der hl. Apostel Petrus oft besuchte und wo er selbst später seine Ruhestätte fand.
So lange Nero lebte, hörten die Verfolgung nie gänzlich auf, auch die entferten Provinzen waren damit bedroht. Petrus blieb in Rom und tröstete die bedrängte Herde. Im Cömeterium ad Nymphas, auch Ostrianum genannt, stellte er seinen Stuhl auf, hier lehrte und taufte er, und stärkte die Gläubigen. Auch richtete er ein Schreiben an die Christengemeinden in Pontus, Galatien, Kappadocien, Kleinasien und Bythinien, wo er früher Christengemeinden gegründet hatte. In diesem Sendschreiben mahnte er die Gläubigen zu einem heiligen Wandel und zur Geduld in Leiden, unterwies sie über ihr Verhalten in den Verfolgungen, munterte sie auf zur geduldigen Ertragung derselben um des Glaubens willen, erinnerte die Kirchenvorsteher und Untergebenen an ihre gegenseitigen Pflichten und feuerte alle an zur Standhaftigkeit inmitten der Verfolgungen. In diesem Schreiben gibt der hl. Apostel der Stadt Rom wegen der Sittenlosigkeit und Lasterhaftigkeit, die in ihr herrschte, den Namen "Babylon".
Indessen rückte immer näher die Zeit heran, wo in Erfüllung gehen sollten die Worte, welche Jesus am See Tiberias nach seiner Auferstehung zu Petrus sprach: "Wahrlich, wahrlich, sag ich dir, da du jünger warst, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wohin du wolltest: wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein Anderer wird dich gürten, und dich führen, wohin du nicht willst." (Joh. 21,18.) Petrus wußte die Nähe seines Todes, denn in einem zweiten Brief, welchen er den Gläubigen als Denkmal hinterließ, sagt er: "Ich weiß, dass meine Hütte bald abgebrochen wird, wie mir auch unser Herr Jesus Christus geoffenbart hat." (II. Petr. 1, 14.) In diesem Briefe bezeugt er auch, dass er keine grundlose Lehre gepredigt, sondern als Augenzeuge des verherrlichten Lebens Jesu Christi gesprochen habe, warnt vor falschen Lehrern, welche Ketzereien des Verderbens einführen werden und mahnt, in einem heiligen Wandel der Wiederkunft Christi entgegen zu harren.
Als Petrus seinen zweiten Brief schrieb, war Paulus bereits wieder nach Rom zurückgekehrt. Er hatte die Vorsicht gebraucht, in einem sehr abgelegenen Teile der Stadt, jetzt die Kirche S. Paolo alla Regola, früher "die Schule des hl. Paulus" genannt, die Gläubigen zu unterrichten, zu trösten und zu stärken. Trotz der Verfolgung gelang es ihm, die Konkubine des Kaisers Nero zu bekehren und dessen Oberschenk für Christus zu gewinnen. - Doch auch Paulus ahnte seinen Tod. In seinem letzten Brief an seinen geliebten Jünger Timotheus sagt auch er seinen nahen Martertod voraus. "Ich werde jetzt geopfert", schreibt er, "und die Zeit meiner Auflösung ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt; im übrigen ist mir die Krone aufbewahrt, welche mir an jenem Tage geben wird der gerechte Richter, nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Wiederkunft lieb haben." (II. Tim. 4, 6-8.)
Mittlerweile griff die Verfolgung immer weiter um sich. Kaiser Nero, wütend über die Bekehrungen an seinem Hofe, beschloss, die ganze christliche Gemeinde zu vertilgen. Die Christen, welche Kunde erhalten hatten, dass man bereits nach Petrus suche, drangen mit Bitten und Tränen in ihn, sich durch die Flucht der Rache des Tyrannen zu entziehen. Lange weigerte er sich, konnte aber dem Bitten und Flehen nicht widerstehen, und sich erinnernd an die Worte seines Meisters: "Wenn sie euch in einer Stadt verfolgern, flieht in eine andere", begab er sich auf die Flucht. (Nach der Erzählung des hl. Ambrosius) Er ging der appischen Strasse zu, um die Stadt zu verlassen. Allein, kaum war er dahin gelangt, als ihm Jesus mit dem Kreuz auf den Schultern entgegen trat. Domine, quo vadis? "Herr, wo gehst du hin?" fragte ihn Petrus. "Veni iterum crucifigi." "Ich komme, um mich nochmal kreuzigen zu lassen", war die Antwort des Heilandes. Petrus verstand sie und kehrte zurück, um mit den Brüdern alle Gefahr zu teilen und für Jesus zu sterben. An der Stelle diees Ereignisses steht jetzt eine kleine Kirche mit dem Namen: Domine, quo vadis?
Nicht lange befand sich Petrus in Mitte der Gemeinde. Er wurde gefangen und mit Ketten beladen in das schauerliche mamertinische Gefängnis gworfen. Dasselbe ist noch vorhanden. Es ist am Fuße des kapitolinischen Hügels, von ungeheuern Quadersteinen in die Tiefe gebaut. Schwarz, finster, feucht, abscheulich, besteht es eigentlich aus zwei Kerkern. Ursprünglich konnte man nur durch eine runde Öffnung im Gewölbe in dieselben gelangen; der obere Kerker hat 24' Länge, 18' Breite und 13' Höhe. Unter diesem lag der zweite, noch enger, niedriger und feuchter und hieß der Tullische. In diesem schauerlichen Kerker, gänzlich des Lichtes beraubt, wurde der hl. Apostel geworfen. Fast zu gleicher Zeit mit Petrus wurde auch der hl. Paulus in Banden gelegt. Als römischer Bürger vor den Richter gestellt, verteidigte er sich selbst, weil er Niemanden fand, der sich seiner annahm, und es gelang ihm mit der Gnade Gottes so gut, dass er, wie er selbst sagt, "von den Rachen der Löwen befreit", d.h. den Löwen im Amphitheater nicht vorgeworfen wurde. Er wurde ebenfalls in das mamertinische Gefängnis gebracht.
Die beiden heiligen Apostel suchten und fanden ihren Trost im Gebet. Die Leiden, welche sie im Gefängnisse erduldeten, konnten ihren Glauben und ihren Eifer nicht schwächen; sie freuten sich, in die Fußstapfen ihres Herrn und Meisters zu treten und um seinetwillen Schmach und Verfolgung und selbst den Tod zu leiden. Petrus suchte auch in Banden Seelen für den Herrn zu gewinnen. Es gelang ihm, die beiden Wächter des Gefängnisses Martinianus und Processus nebst 47 Mitgefangenen zum Glauben an Jesus zu bewegen. - Auch hier entsprang auf sein Gebet eine Quelle, um die Neubekehrten taufen zu können. Die Quelle ist noch vorhanden, sie läuft niemals über und wird, so viel man schöpft, nie trocken. Die Neugetauften erlitten alle den Martertod. -

Gerade über dem unterirdischen mamertinischen Kerker steht die vielbesuchte Kirche S. Pietro in Carcere und über dieser Kirche erhebt sich die Kirche S. Giuseppe de' Falegnami.

Siehe auch: "Il Carcer Mamertinus"

Samstag, Oktober 28, 2006

Die Ausbreitung des Christentums in Rom

Vorausgehend: Der Beginn des Christentums in Rom

Des hl. Apostels Petrus Predigt aus einem Herzen voll lebendigen Glaubens und heißer Liebe zu Jesus hatte in der Hauptstadt der Welt gleichen Erfolg wie zu Jerusalem und Antiochia. Sein Wort fand Eingang selbst bei den höchsten Familien. Flavius Klemens, Bruder des Kaisers Vespasian und römischer Konsul, wurde ein Schüler des hl. Petrus und starb unter Kaiser Domitian für Christus den Martertod. Seine Gemahlin, Domitilla, ebenfalls mit der kaiserlichen Familie der Flavier verwandt, wurde auf die Insel Pandataria verbannt. Eine andere Domitilla, Schwestertochter des Martyrers und Konsuls Flavius Klemens, hatte auf ihrem Landgute an der adreatinischen Straße eine Familiengruft für die Flavier, ihre Verwandten, erbaut, und wurde, weil sie dem Verlangen des Kaisers, sich zu verehelichen, kein Gehör gab, auf die Insel Ponzia verbannt. Diese beiden Domitilla waren Schülerinnen des hl. Petrus. Eine geistliche Tochter des Apostelfürsten war auch die hl. Petronilla, ebenfalls aus dem Geschlechte de Flavier.
Von Tag zu Tag mehrte sich nun der Kreis der Jünger des Apostelfürsten. - Die Besseren unter den Heiden fanden nirgends Befriedigung für ihr Herz. Sie sehnten sich ungemein nach einer festen Lehre, welche ihnen Aufschluß über ihre Bestimmung und über den Zustand nach dem Tode gewähre. Der Götzendienst mit seinen Ausschweifungen eckelte sie an, sie verlangten nach einem Vorbilde menschlicher Tugenden, dem sie nachfolgen konnten, und fanden dies Alles in der Lehre des Gekreuzigten und in seinem und seiner Anhänger Beispiel. Sie bewunderten an den Christen, mit denen sie bekannt wurden, den standhaften Glauben, für den sie sogar zu sterben immer bereit waren, den hohen Adel der Gesinnung, der jedes Gemeine und Niedrige verschmähte; die größte Entsagung, die bereit war, für Gott Alles hinzugeben; die ungeheuchelte Bruderliebe, die auch den ärmsten und elendesten Sklaven umfaßte, die keine Rache, sondern nur Vergebung kannte und selbst dem Feinde und Verfolger noch Gutes tat; eine Demut, die jedes Lob und jeden Ruhm floh, und eine innere Ruhe und Zufriedenheit, die nur in einem reinen Gewissen ihre Wurzel haben konnte.
Durch dieses schöne Beispiel der Christen sahen sich die Heiden zu Dem hingezogen, Der dieses in jenen hervorbrachte, die an Ihn glaubten und treu Seine Lehre befolgten, - zu Jesus, unserm göttlichen Heilande! - Immer größer wurde die Zahl der Christen und so konnte der Apostel Paulus in seinem Briefe an die Römer, den er 58 Jahre nach Christi Geburt schrieb, sagen: "Euer Glaube wird in der ganzen Welt verkündet, und euer Gehorsam ist aller Orten bekannt worden." -
Auch aus den Juden zu Rom war schon eine bedeutende Zahl zum Christentum bekehrt. Diese aber wurden von jenen Juden, die verstockt blieben, sehr beunruhigt und verfolgt; es entstand ein Tumult und Kaiser Claudius ließ 49 n. Chr. alle Juden aus Rom vertreiben. Auch Petrus verließ Rom und kehrte in das Morgenland zurück. - Im Jahre 51 - 52 war er auf dem Konzil zu Jerusalem, welches die Apostel hielten, um die Streitigkeiten zwischen Heiden- und Judenchristen über die Verbindlichkeit des mosaischen Gesetzes zu entscheiden. Nach Beendigung des Konzils hielt sich Petrus noch einige Zeit in Jerusalem, und nachher in Antiochia auf und kehrte dann mit seinem geliebten Jünger Markus nach Rom zurück.
Mit erneutem Eifer verwaltete der hl. Apostel sein heiliges Amt. Ihm zur Seite stand der hl. Markus, der nach dem einstimmigen Zeugnisse des christlichen Altertums auf Bitten der Christen Rom's die Predigten und Vorträge des hl. Apostels über das Leben und die Taten Jesu in seinem Evangelium aufzeichnete. -
Die römische Christengemeinde stand in schönster Blüte, als auch der hl. Apostel Paulus nach Rom kam. Es war schon lange sein Wunsch gewesen, die Christen daselbst zu sehen und ihnen die Schätze der Gaben mitzuteilen, zu deren Ausspender und Diener ihn Gott gemacht hatte. Er hatte gehofft, in aller Freiheit sie zu begrüßen, allein seine Hoffnung ging nicht in Erfüllung. Nach seiner dritten Missionsreise geriet er zu Jerusalem in Gefangenschaft. Um ihn der Wut des aufgereizten jüdischen Pöbels zu entreißen, ward er nach Cäsarea in die Residenz des römischen Prokurators Felix gebracht und hier zwei Jahre (58-60) in Gefangenschaft gehalten. - Bei seiner Ablösung durch Festus ließ Prokurator Felix den Apostel als Gefangenen zurück und da nun Paulus gegen die auf seine Verurteilung dringenden Juden an den Kaiser appellierte, wurde er in Ketten nach Rom abgeführt.
Hier langte er im Frühling des Jahres 61 an. Römische Christen waren ihm entgegengegangen, um ihn zu begrüßen. Zu Rom wurde ihm von dem Befehlshaber der Prätorianer (kaiserliche Leibwache) Burrus Afranus, gestattet, mit den ihn bewachenden Soldaten eine Privatwohnung zu mieten. Er durfte da alle, die ihn besuchten, empfangen, und mit allen über das Heil, welches in Christo Jesu erschienen ist, sprechen, woher es kam, daß seine Gefangenschaft gerade dazu beitrug, daß die Kenntnis der Lehre Jesu in noch weitere Kreise drang, und bei dem Wechsel der Wache haltenden Soldaten der Name Jesu im ganzen Prätorium (das Lager der kaiserlichen Leibwache), ja selbst im Palaste des Kaisers Glauben und Verehrung fand.
Hier in seiner Wohnung besuchte ihn oft der hl. Petrus; hier weilte auch sein Schüler und getreuer Gefährte Lukas; hier schrieb er seine Briefe an die Epheser, Kolosser und Philipper, hier schrieb er auch seinen rührenden Brief an Philemon, einen frommen, angesehenen Bürger zu Kolossä, und bat ihn, er möge seinen Sklaven Onesimus, der ihm entlaufen und nach Rom gekommen war, wo ihn der Apostel bekehrte, wieder aufnehmen und ihm verzeihen. (Apostelgesch. 28, 31 und 32). Hier, obwohl gefangen, predigte er ununterbrochen Juden und Heiden, und seine hinreißende Beredsamkeit und die Gnade des hl. Geists, welche seine Worte begleitete, gewann immer mehr Seelen dem Christentum. Nach zwei Jahren wurde er aus der Gefangenschaft entlassen. Er ging nun nach Spanien und besuchte dann die Christengemeinden zu Ephesus, der er den Timotheus und zu Kreta, der er den Titus als Bischof vorsetzte.
An dem Orte, wo der hl. Apostel gewohnt hatte, steht jetzt die Kirche S. Maria in via lata. - Die ersten Christen errichteten hier ein Oratorium, welches später unter den Ruinen benachbarter Häuser begraben wurde. Gegenwärtig steigt man auf Stufen hinab an den Ort, den Paulus bewohnte. Hier steht ein kleiner Marmoraltar, auf welchem der hl. Papst Gregor der Große (+604) einst das hl. Meßopfer feierte. Im Boden wird ein Brunnen gezeigt, dessen klares Wasser auf das Gebet des Apostels hervorsprudelte, als er den Gefangenenwärter Martialis taufen wollte. In der Kirche selbst, welche sich über dem ehemaligen Oratorium erhebt, befindet sich auf dem Hochaltar das Bild der Gottesmutter, welches der hl. Lukas gemalt haben soll.
Nach Entfernung des Apostels Paulus leitete der hl. Petrus die Kirche Rom's unermüdet mit sorgsamer Treue fort. Seine Tätigkeit beschränkte sich aber nicht bloß auf Rom. Er sandte auch seine Schüler in die verschiedenen Gegenden Italiens, auch nach Gallien, dem heutigen Frankreich, nach Sizilien, Spanien, Afrika usw., um das Evangelium dort zu verkünden und Christengemeinden zu gründen.
Während dieser Zeit hatte der Apostel viele Kämpfe mit Simon dem Zauberer, dem Vater der Ketzer, zu bestehen. Schon früher war der hl. Apostel mit diesem Genossen des Satans in Samaria zusammengetroffen, wo er die Gaben des hl. Geists um Geld kaufen wollte. Petrus aber entgegnete ihm: "Dein Geld wird dir zum Verderben, weil du meintest, die Gabe Gottes zu bekommen um Geld... darum tue Buße über deine Bosheit!" (Apostelgesch. 8, 14-24) Simon aber blieb verstockt, fiel vom Glauben ab, verführte viele Samaritaner und verbreitete gottlose Lehren. Nun war er auch nach Rom gekommen, um Seelen zu verführen. Doch Petrus widerstand ihm auch hier und machte ihn zu Schanden.

Folge: Die erste Christenverfolgung